Christof Reichmuth über Staatsverschuldung, den Schweizer Franken und die Zukunft der Geldanlage
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Der Stiftungsrat ist das zentrale Führungsorgan und verantwortet die strategische Ausrichtung sowie die Erfüllung des Stiftungszwecks – von der Organisation bis zu den Finanzen.

Die Weltwirtschaft zeigt sich trotz geopolitischer Spannungen, höherer Zinsen und anhaltender Unsicherheiten weiterhin widerstandsfähig. Frühindikatoren wie Einkaufsmanagerindizes sowie stabile Konsum- und Arbeitsmarktdaten deuten darauf hin, dass die globale Konjunktur kurzfristig weiter expandiert. Vor allem beobachten wir einen strukturellen Wandel der Wachstumstreiber. Expansive Fiskalprogramme und hohe Unternehmensinvestitionen stützen die wirtschaftliche Dynamik in vielen Regionen der Welt.

Die wirtschaftliche Entwicklung wird aktuell durch zwei gegensätzliche Kräfte geprägt. Auf der Nachfrageseite treiben Investitionen in Infrastruktur, Verteidigung und KI-Rechenzentren die Dynamik. Auf der Angebotsseite wirken demografischer Wandel, Deglobalisierung und der Energiepreisschock bremsend. Diese Kombination wirkt inflationär – bei gleichzeitig unsicherem Wachstumsausblick.

Der Iran-Krieg befindet sich in der vierten Woche. Trotz erster vorsichtiger Deeskalationssignale bleibt der Konflikt bestehen und dürfte erhebliche geopolitische und wirtschaftliche Folgen haben. Wir empfehlen, gezielt in strukturelle Wachstumsthemen zu investieren, die durch den Konflikt zusätzlich an Dynamik gewinnen.

Die scheinbare Ruhe an den Börsen ist trügerisch. Zwar verzeichnete der globale Aktienmarkt im Februar einen leichten Anstieg. Doch der US-Aktienmarkt wurde im Vergleich zu Europa und den Schwellenländern erneut relativ zurückgestuft. Gleichzeitig setzte sich die Rotation weg von hochbewerteten Technologiewerten hin zu zyklischen Value-Titeln sowie defensiven Sektoren wie Gesundheit und Basiskonsum fort.

Rund ein Viertel des weltweiten Wirtschaftswachstums von 3,2 Prozent im Jahr 2025 war auf hohe Investitionen in den Ausbau der KI-Infrastruktur zurückzuführen. Damit war KI eine zentrale Säule für ein insgesamt robustes, aber langfristig unterdurchschnittliches Wachstum.

Das Jahr 2025 stellte die Weltwirtschaft auf eine harte Probe. Politische Spannungen, neue Allianzen und ein Umfeld zunehmender Unsicherheit prägten die globale Lage. Unter dem Strich zeigt die Wirtschaft zwar Stabilität, doch im Alltag war das kaum spürbar. Es wirkt, als liefe die Konjunktur nur auf einem Zylinder: Alles scheint vom KI-Boom abzuhängen.

Die Wachstumsaussichten für 2026 bleiben unterdurchschnittlich, zeigen sich jedoch insgesamt robust. Die Aktienmärkte stehen im Spannungsfeld zwischen KI-getriebenem Wachstum in den USA, fiskalischer Expansion in Europa und strukturellem Wachstum in Asien sowie anhaltenden Handelskonflikten und geopolitischen Risiken.

Die Privatbankiers von Reichmuth & Co geben Einblick in ihre Prognosen und Anlagestrategien. Dabei zeigt sich eine Rückbesinnung auf Schweizer Bodenständigkeit.
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